MQL5 TUTORIAL GRUNDLAGEN – 68 SIMPLER MOMENTUM MONITOR

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In diesem Video wollen wir uns einmal anschauen, wie man den durchschnittlichen Wert für einen Indikator in einem Array berechnen kann. Wir machen das anhand eines sogenannten Momentum Indikators. Also lassen Sie uns einmal schauen, wie man so etwas in MQL5 berechnen kann. Um das zu tun klicken Sie im Metatrader bitte auf dieses kleine Symbol hier oben oder drücken die F4 Taste. Das ruft dann hier den Metaeditor auf. Und hier klicken wir auf Datei, Neue Datei, Expert Advisor aus Vorlage, Weiter. Ich vergebe hier mal den Namen SimplerMomentumMonitor, klicke auf Weiter, Weiter und Fertigstellen. Jetzt kann alles oberhalb dieser OnTick Funktion gelöscht werden. Und auch die zwei Kommentarzeilen werden entfernt. Wir starten hier mir einer include Anweisung. Die kennen Sie vielleicht schon. Aber diesmal machen wir das, um die Datei Math.mqh zu importieren. Die ist nicht im Standardumfang vom MQL5 enthalten. Man muss sie also separat einbinden. Und sie stellt einige Funktionen bereit die ganz nützlich sind. Unter anderem eine Funktion, um den durchschnittlichen Wert von einem Array zu ermitteln. Für den aktuellen Zustand erstellen wir uns zunächst eine leere Variable vom Typ string. Außerdem benötigen wir ein Array für die Preisdaten. Das wird dann mit der Funktion ArraySetAsSeries, von der aktuellen Kerze an abwärts sortiert. Danach nutzen wir die in MQL5 enthaltene Funktion iMomentum für das aktuelle Währungspaar und die auf dem Chart ausgewählte Zeiteinheit, um für 14 Kerzen anhand der Schlusspreise den Wert für unser Momentum zu berechnen. Danach nutzen wir CopyBuffer, um für die eben hier oben getroffene Definition unser Array mit Daten zu füllen. Und zwar für die einzige Signallinie, die unser Indikator hier hat. Wir starten von Kerze null und möchten gerne die Werte für 14 Kerze in unserem Array speichern. Danach ermitteln wir den aktuellen Wert für das Momentum, indem wir auf die Preisdaten von Kerze null in unserem Array zugreifen. Das gibt uns dann immer hier den aktuellen Wert. Was man jetzt wissen muss ist, dass bei Momentum Indikator hier keine festen Ober- und Untergrenzen existieren. Wenn man das hier mal beschleunigt laufen lässt, dann sieht man, dass sie die Zahlen hier von Zeit zu Zeit verändern. Wie also berechnen wir jetzt den Durchschnittswert? Normalerweise müsste man jetzt hingehen und müsste alle 14 Kerzen in dem Array durchgehen, alle Preisdaten addieren und dann durch die Anzahl der Elemente im Array teilen. Oder aber, man importiert sich die Datei für die mathematischen Zusatzfunktionen und nutzt eine Funktion mit dem Namen MathMean. Die macht nämlich genau das gleiche, aber in einer einzigen Anweisung. Wenn Sie diese Funktion aber markieren und die F1 Taste drücken, dann werden Sie zunächst kein Ergebnis finden. Denn die Referenz ist nicht in der Lage dazu, den passenden Eintrag zu finden. Auch hier die farbliche Darstellung für die bekannten Funktionen wird für MathMean überhaupt nicht ausgeführt. Man muss also wissen, dass es diese Funktion überhaupt gibt. Und wir werden gleich noch darauf kommen, wie man sie finden kann. Jedenfalls haben wir sie jetzt genutzt, um unseren durchschnittlichen Wert zu ermitteln. Und wenn der aktuelle Wert für unser Momentum größer ist als der durchschnittliche Wert, dann weisen wir hier unserer Zustandsvariable den Wert: Momentum ist über dem Durchschnitt zu. Andernfalls, wenn der aktuelle Wert kleiner ist als der durchschnittliche Wert, dann würde das bedeuten, dass unser Momentum unterdurchschnittlich ist und dann weisen wir den Wert: Momentum ist unter Durchschnitt, unserer Signalvariable zu. Und damit wir das Ganze auch überprüfen können, nutzen wir hier unten noch die Comment Funktion, um den aktuellen Momentum Wert, den durchschnittlichen Momentum Wert und den aktuellen Momentum Zustand auf dem Chart auszugeben. Wie findet man jetzt also diese Funktion in der Referenz? Nun, wenn Sie die markieren und die F1 Taste drücken, dann landen Sie hier in der Referenz und hier kann man das Nachschlagewerk erweitern. Ganz am unteren Ende gibt es die Standardbibliothek. Hier finden wir Mathematik. Dann klappen wir Statistik auf. Ganz unten in dieser Kategorie finden wir die Hilfsfunktionen. Und wenn man dann etwas nach unten scrollt, werden wir fündig und finden hier die Funktionsbeschreibung für MathMean. Diese Funktion berechnet den Mittelwert aller Elemente eines Arrays. Sie sehen also, es gibt jede Menge Zusatzfunktionen, die sich implementieren lassen, wenn man die entsprechende Standardbibliothek einbindet. Und wenn Sie nicht wissen, was alle diese Code Zeilen hier bewirken sollen oder wenn Ihnen das alles hier zu schnell ging, dann möchten Sie sich vielleicht zunächst die anderen Videos aus dieser Grundlagenserie noch einmal anschauen. Oder vielleicht ist auch der Premiumkurs auf unserer Webseite interessant für Sie. Für dem Moment klicken wir hier auf Kompilieren. Das hat bei mir ohne Fehler funktioniert. Und wenn das bei Ihnen auch so ist, dann können Sie jetzt hier oben auf dieses kleine Symbol klicken oder die F4 Taste drücken, um in den Metatrader zurückzukehren. Im Metatrader klicken wir auf Ansicht, Strategietester oder drücken die Tastenkombination Ctrl+R. Bitte wählen Sie hier die neu erstellte Datei SimplerMomentumMonitor.ex5 aus. Markieren Sie die Option für den visuellen Modus und starten Sie Ihren Test. Hier läuft unser Expert Advisor auch schon los und fängt fleißig an zu rechnen. Wir sehen hier eine Ausgabe. Derzeit ist der Momentum Wert über dem Durchschnitt. Das lässt sich hier auch visuell erkennen. Jetzt ist er unter dem Durchschnitt. Unser Expert Advisor funktioniert also wie gewünscht. Und Sie haben in diesem kurzen Video gelernt, wie Sie anhand des Momentum Indikators mit Hilfe der mathematischen Zusatzfunktion MathMean aus einer Standardbibliothek, den durchschnittlichen Wert für Arrays berechnen können. Und Sie haben das selbst programmiert, mit diesen paar Zeilen hier, in MQL5.